Hüftschmerzen in Brühl behandeln
Leiste, Außenseite oder Gesäß: Wo es wehtut, sagt viel über die Ursache. Wir finden sie und trainieren die Hüfte belastbar.
Hüftschmerzen: Gelenk, Muskel oder Rücken?
Schmerzen in der Hüfte kommen oft nicht aus dem Hüftgelenk. Schmerz in der Leiste spricht für das Gelenk, Schmerz an der Außenseite für Sehnen und Schleimbeutel am Rollhügel, Schmerz im Gesäß häufig für Iliosakralgelenk oder Lendenwirbelsäule. Diese Unterscheidung ist der erste Schritt beim Befund, denn die Behandlung ist jeweils eine andere.
Was hinter Hüftschmerzen stecken kann
- Hüftarthrose (Coxarthrose): Leistenschmerz, Anlaufschmerz, eingeschränkte Innendrehung
- Hüftimpingement (FAI): Leistenschmerz bei tiefer Beugung, oft bei Sportlern unter 40
- Schleimbeutelentzündung, Gluteal-Tendinopathie: Schmerz an der Außenseite, Liegen auf der Seite tut weh
- Schnappende Hüfte (Coxa saltans)
- Leistenzerrung, Adduktorenprobleme bei Fußball und Laufen
- Nach Hüft-TEP: Kraftverlust, Hinken, Unsicherheit
- Übertragener Schmerz aus ISG oder Lendenwirbelsäule
- Hüftdysplasie, Labrumläsion
So gehen wir vor
- Befund mit Provokationstests (FADIR, FABER), Kraft der Abduktoren, Gangbild, Beweglichkeit
- Manuelle Therapie: Mobilisation der Hüftkapsel, ISG und LWS
- Krankengymnastik: Abduktoren, Gesäß, Rumpf, Gangschulung
- Belastungssteuerung bei Sehnenreizung: erst entlasten, dann exzentrisch aufbauen
- Beratung: Sitzhöhe, Sattel, Schlafposition mit Kissen, Gehstock bei Arthrose
- Heimprogramm: Hüftübungen
Selbsttest: Trendelenburg-Zeichen
Vor dem Spiegel auf ein Bein stellen. Sinkt das Becken auf der Seite des angehobenen Beins ab oder kippt der Oberkörper zur Standbeinseite, sind die seitlichen Hüftmuskeln zu schwach. Das ist bei Arthrose, nach Hüft-TEP und bei Außenseiten-Schmerz die häufigste behandelbare Ursache. Fünf Übungen dagegen.
Übungen für zu Hause
Hüftschmerz bessert sich mit Kraft und Beweglichkeit. Zwei Programme, die Sie zwischen den Terminen üben können.
Eigenen Übungsplan erstellen →Häufige Fragen
Leistenschmerz beim Gehen: Hüfte oder Leistenbruch?
Hüftarthrose und Hüftimpingement zeigen sich typischerweise als Leistenschmerz beim Gehen, Treppensteigen, Ein- und Aussteigen und beim Drehen des Beins nach innen. Ein Leistenbruch ist eher eine tastbare Vorwölbung beim Pressen. Im Zweifel klärt der Arzt mit Ultraschall und Röntgen.
Wie lange dauert es, bis Hüftarthrose besser wird?
Mit gezieltem Kräftigungstraining (Abduktoren, Gesäß, Rumpf) spüren die meisten nach 6 bis 8 Wochen weniger Schmerz und mehr Gehstrecke. Der Effekt hält nur, solange trainiert wird: 2 bis 3 Einheiten pro Woche dauerhaft.
Hüftschnappen: gefährlich?
Das schnappende Gefühl an der Außenseite (Coxa saltans) entsteht, wenn der Tractus über den großen Rollhügel springt. Harmlos, aber lästig. Dehnung des Tractus, Kräftigung der Abduktoren und Technikänderung beim Sport helfen in wenigen Wochen.
Kann ich mit Hüftschmerzen Rad fahren?
Ja, Radfahren ist bei Hüftarthrose die beste Ausdauerform: hoher Sattel, kleine Gänge, wenig Widerstand. Bei Hüftimpingement den Sattel höher stellen, damit die Beugung unter 90 Grad bleibt.