Glossar: Abkürzungen und Fachbegriffe

Von KG bis Zuzahlung: die Begriffe, die Ihnen auf Rezept und in der Praxis begegnen.

Was steht eigentlich auf meinem Rezept? Die wichtigsten Abkürzungen und Fachbegriffe aus der Physiotherapie, kurz erklärt.

B C E F H I K L M P T W Z

B

BGMBindegewebsmassage
Reflexzonenmassage des Unterhautbindegewebes mit Wirkung auf innere Organe und Durchblutung. Mehr dazu
BlankoverordnungBlankoverordnung
Verordnungsform, bei der der Arzt nur die Diagnose festlegt und der Physiotherapeut Behandlungsart, Frequenz und Dauer selbst bestimmt. Seit 2024 für bestimmte Schulterdiagnosen. Mehr dazu
BVBBesonderer Verordnungsbedarf
Diagnoseliste (z. B. nach Gelenkersatz, Schlaganfall), bei der Verordnungen für einen bestimmten Zeitraum nicht auf das Arztbudget angerechnet werden. Mehr dazu
BobathBobath-Konzept
Behandlungskonzept für Menschen mit neurologischen Erkrankungen (Schlaganfall, MS, Parkinson) zur Wiedererlernung von Bewegungsabläufen. Mehr dazu

C

CMDCraniomandibuläre Dysfunktion
Funktionsstörung des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur, oft mit Kopfschmerz, Nackenverspannung, Tinnitus oder Zähneknirschen. Mehr dazu

E

ETElektrotherapie
Anwendung von Reizstrom (TENS, Interferenz) oder Ultraschall zur Schmerzlinderung, Muskelstimulation und Heilungsförderung. Mehr dazu

F

Frozen ShoulderSchultersteife (adhäsive Kapsulitis)
Entzündliche Verklebung der Schultergelenkkapsel mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung, verläuft in drei Phasen über 1 bis 3 Jahre. Mehr dazu
FaszienBindegewebshüllen
Netz aus Bindegewebe, das Muskeln, Organe und Nerven umhüllt. Verklebungen können Beweglichkeit einschränken und Schmerzen verursachen.

H

HBHausbesuch
Behandlung in der Wohnung oder Pflegeeinrichtung des Patienten auf ärztliche Verordnung, wenn der Praxisbesuch aus medizinischen Gründen nicht möglich ist. Mehr dazu
HeilmittelkatalogHeilmittelkatalog
Verzeichnis des Gemeinsamen Bundesausschusses, das festlegt, welche Heilmittel bei welcher Diagnose in welcher Menge verordnet werden dürfen. Mehr dazu
HWS / BWS / LWSHals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
Die drei beweglichen Abschnitte der Wirbelsäule. HWS-Syndrom = Beschwerden der Halswirbelsäule, LWS-Syndrom = des unteren Rückens. Mehr dazu

I

ISGIliosakralgelenk
Gelenk zwischen Kreuzbein und Becken. Blockaden verursachen tief sitzende, oft einseitige Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins Gesäß. Mehr dazu
ImpingementEngpass-Syndrom
Einklemmung von Sehnen oder Schleimbeutel unter dem Schulterdach, typischer Schmerz beim Heben des Arms über 90 Grad. Mehr dazu

K

KGKrankengymnastik
Aktive und passive Übungsbehandlung zur Wiederherstellung von Beweglichkeit, Kraft und Koordination. Häufigste Verordnung in der Physiotherapie. Mehr dazu
KG-ZNSKrankengymnastik bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems
Neurologische Krankengymnastik nach Bobath, PNF oder Vojta, etwa nach Schlaganfall, bei MS oder Parkinson. Erfordert eine Zusatzqualifikation. Mehr dazu
KMTKlassische Massagetherapie
Behandlung von Muskulatur und Bindegewebe durch Streichungen, Knetungen und Friktionen zur Lösung von Verspannungen. Mehr dazu
KPEKomplexe Physikalische Entstauungstherapie
Kombination aus Lymphdrainage, Kompression, Bewegung und Hautpflege bei chronischen Lymph- und Lipödemen. Mehr dazu

L

LHBLangfristiger Heilmittelbedarf
Regelung für schwere chronische Erkrankungen, bei der Verordnungen ohne Mengenbegrenzung und außerhalb des Arztbudgets möglich sind. Mehr dazu

M

MTManuelle Therapie
Behandlung von Funktionsstörungen an Gelenken, Muskeln und Nerven mit speziellen Handgriffen (Mobilisation, Traktion). Zusatzqualifikation mit mindestens 260 Stunden. Mehr dazu
MLDManuelle Lymphdrainage
Sanfte Grifftechnik zur Anregung des Lymphabflusses bei Ödemen. Wird als MLD-30, MLD-45 oder MLD-60 (Minuten) verordnet. Mehr dazu

P

PNFPropriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation
Technik, die über gezielte Bewegungsmuster und Widerstände die Zusammenarbeit von Nerven und Muskeln verbessert. Mehr dazu

T

TEPTotalendoprothese
Künstliches Gelenk, das beide Gelenkflächen ersetzt, meist Knie (Knie-TEP) oder Hüfte (Hüft-TEP). Mehr dazu
TriggerpunktMyofaszialer Triggerpunkt
Schmerzhafte Verhärtung in einem Muskel, die Schmerzen in andere Körperregionen ausstrahlen kann (Übertragungsschmerz). Mehr dazu

W

WTWärmetherapie
Fango, Naturmoor, Heißluft oder heiße Rolle als ergänzendes Heilmittel zur Muskelentspannung, meist vor KG oder MT. Mehr dazu

Z

ZuzahlungGesetzliche Zuzahlung
Eigenanteil gesetzlich Versicherter: 10 Euro je Verordnung plus 10 Prozent der Behandlungskosten. Entfällt unter 18 Jahren und bei Befreiung. Mehr dazu
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