Morton-Neurom und Metatarsalgie: Vorfußschmerz

Kieselstein im Schuh, den es nicht gibt: das Quergewölbe ist abgesunken. Breite Schuhe, Pelotte und Fußkraft helfen den meisten.

Auf dieser Seite
  1. Was unter dem Vorfuß schmerzt
  2. Vorfuß entlasten, Zehen kräftigen
  3. Sie möchten das mit uns besprechen?
  4. Häufige Fragen
Kurz gesagt: Brennender Schmerz unter dem Vorfuß, als hätte man einen Kieselstein im Schuh, oft mit Kribbeln zwischen dritter und vierter Zehe: Morton-Neurom oder Metatarsalgie. Ursache ist fast immer ein abgesenktes Quergewölbe in engen Schuhen. Breite Schuhe, eine Pelotte und Fußkräftigung helfen den meisten, die Spritze oder OP ist die Ausnahme.

Was unter dem Vorfuß schmerzt

Beim Spreizfuß sinkt das Quergewölbe, die mittleren Mittelfußknochen tragen zu viel Last: Schwielen und Schmerz unter den Ballen (Metatarsalgie). Werden die Nerven zwischen den Mittelfußköpfen dabei eingeklemmt, verdicken sie sich (Morton-Neurom), typisch zwischen dritter und vierter Zehe: brennender, elektrisierender Schmerz, Kribbeln in den Zehen, besser nach Ausziehen des Schuhs und Massieren des Vorfußes. Auslöser sind enge, spitze Schuhe, Absätze, Übergewicht, langes Stehen, Laufen auf hartem Boden und Fehlstellungen wie Hallux valgus. Der Arzt sichert die Diagnose mit Ultraschall oder MRT.

Vorfuß entlasten, Zehen kräftigen

Platz schaffen

Schuhe mit breiter Zehenbox, flacher Absatz, weiche Sohle; Einlagen mit retrokapitaler Pelotte, die das Quergewölbe hinter den Ballen anhebt und die Nerven entlastet. Das allein lindert oft innerhalb weniger Wochen.

Fuß kräftigen und mobilisieren

Kurzfuß, Zehen spreizen, Handtuch raffen, Wadenheben mit Abrollen, Mobilisation der Mittelfußknochen gegeneinander, Wadendehnung (verkürzte Waden erhöhen den Vorfußdruck). Unser Programm: Fußübungen.

Belastung steuern

Laufumfang reduzieren, weicher Boden, Vorfußlauf vermeiden, Pausen beim Stehen, Gewicht reduzieren. Barfußgehen auf Wiese und Sand trainiert, Fliesen und Asphalt reizen.

Ärztlich

Kortison- oder Alkoholinjektion an das Neurom bei starken Beschwerden, Stoßwelle bei Metatarsalgie. Eine Entfernung des Neuroms ist möglich, wenn 6 bis 12 Monate konservative Therapie nicht reichen, mit bleibender Taubheit zwischen den Zehen.

Der Orthopäde verordnet Einlagen und Krankengymnastik oder Manuelle Therapie. Deutliche Besserung zeigt sich nach 6 bis 12 Wochen, die Schuhwahl entscheidet über den Dauererfolg. Verwandte Fußthemen: Fersensporn und Fuß und Sprunggelenk.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich ein Morton-Neurom?

Brennender oder elektrisierender Schmerz zwischen dritter und vierter Zehe, Kribbeln, Gefühl eines Fremdkörpers im Schuh, Besserung nach Ausziehen des Schuhs. Der Arzt bestätigt per Ultraschall.

Helfen Einlagen?

Ja, mit retrokapitaler Pelotte, die das Quergewölbe anhebt. Sie ist die wichtigste Einzelmaßnahme und wird vom Orthopäden verordnet. Dazu breite, flache Schuhe.

Darf ich laufen gehen?

Reduziert, auf weichem Boden, mit gedämpften, breiten Schuhen und Einlagen. Vorfußlauf und Bergabläufe vermeiden. Wenn der Vorfuß am Folgetag brennt, war es zu viel.

Wann ist eine OP nötig?

Selten: wenn nach 6 bis 12 Monaten konservativer Therapie starke Beschwerden bleiben. Das Neurom wird entfernt, die Taubheit zwischen den Zehen bleibt, der Schmerz ist meist weg.

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